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Biographisches

Johannes Kahrs wurde 1963 als Sohn von Wolfgang und Bringfriede Kahrs in Bremen geboren. Beide sind ebenfalls SPD-Mitglieder und waren Bremer Senatoren, Wolfgang Kahrs für Strafvollzug und RechtspfleJKge, Bringfriede Kahrs für Bildung und Wissenschaft.

Nach Abitur und Wehrdienst (mittlerweile ist er Oberstleutnant der Reserve) begann er ein Studium der Rechtswissenschaften, das er mit dem 1. Staatsexamen beendete. In seiner Studienzeit trat er dem Wingolfsbund bei, einer (nach eigener Darstellung) christlichen, nichtschlagenden Studierendenverbindung. Er war von 1989 bis 1991 Hamburger Sprecher sowie 1990 bis 1992 Bundessprecher der Wingolfiten.

Der SPD trat er bereits 1982 bei, seit seinem Studium ist er Mitglied der Hamburger Sozialdemokraten. Er galt dort schon seit der Juso-Zeit als Vertreter der Parteirechten. Seine offensiven Bestrebungen, den linken Hamburger Juso-Landesverband zu übernehmen führten im Jahr 1992 zu nächtlichen Terroranrufen beim linken Juso-Vorstandsmitglied Silke Dose. Nach polizeilicher Feststellung Kahrs‘ durch eine Fangschaltung zahlte Kahrs 800 Mark zur Einstellung des Verfahrens – sein Anwalt war damals Ole von Beust.

Seit 1994 ist er Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses Hamburg-Mitte, entscheidet also wesentlich mit in finanziellen Fragen für Jugendeinrichtungen wie Häuser der Jugend sowie Fördereinrichtungen verschiedener Art in sozial schwachen Stadtteilen von Hamburg-Mitte. 1998 gewann er als Nachfolger Freimut Duves das Direktmandat für Hamburg-Mitte und zog mit 35 Jahren in den Deutschen Bundestag ein. Vier Jahre später beerbte er den ehemaligen Bausenator Eugen Wagner auf dem Parteivorsitz in Hamburg-Mitte.

2006 gerät er wegen Spenden von Rüstungsfirmen wie Kraus-Maffai Wegmann sowie Rheinmetall in die Kritik. Er war danach als Berichterstatter im Haushaltsausschuss für den Schützenpanzer Puma zuständig. Beide Firmen hatten sich um die Herstellung des Puma beworben. In der Stimmeklau-Affäre der Hamburger SPD, bei der in einer internen Abstimmung der SPD-Basis über den Bürgermeisterkandidaten für 2008 entschieden werden sollte, kam Kahrs in den Verdacht, Beteiligter zu sein. Ebenso beim Sturz von Niels Annen durch Danial Ilkhanipour bei der Kandidatenaufstellung für das Direktmandat in Eimsbüttel soll Kahrs Strippenzieher gewesen sein.

Johannes Kahrs ist Sprecher des rechten Seeheimer Kreises in der SPD sowie in veschiedenen Vorständen militärpolitischer und transatlantischer Lobbyorganisationen.

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