
Lobbyismus und Spenden
Johannes Kahrs ist Mitglied in verschiedenen als Lobbyorganisationen beim Bundestag und bei der Europäischen Kommission in Brüssel eingetragenen Verbänden. 
Dazu gehören auf der Ebene der Militär- und Außenpolitik:
- Förderkreis Deutsches Heer e.V. (Mitglied des Präsidiums)
- Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (Mitglied des Präsidiums)
- Deutsche Atlantische Gesellschaft e.V. (Schatzmeister)#
Weiter ist er u.a. Mitglied folgender Vereinigungen:
- Kurt-Schumacher-Gesellschaft (Präsident)
- Arbeiterwohlfahrt (AWO)
- EuropaUnion Hamburg
Im Oktober 2006 kommt Johannes Kahrs bundesweit in die Kritik, als die Spenden der Rüstungskonzerne Krauss-Maffei Wegmann sowie Rheinmetall in Höhe von insgesamt über 80.000 € an die Öffentlichkeit kamen. Der Kreisverband Hamburg-Mitte (deren Vorsitzender und Abgeordneter er ist) hatte diese im Bundestagswahlkampf erhalten.
Für Kahrs waren die Spenden legal und parteitechnisch vollkommen in Ordnung. Problematisch ist die Tatsache, dass Kahrs nach der Wahl 2005 Berichterstatter im Haushaltsausschuss für Verteidigung wurde und durch seinen Einfluss der Hersteller Krauss-Maffei den Zuschlag für 102 Panzerfahrzeuge “Dingo II” erhalten hatte. Ebenfalls konnte die Ausschüttungssumme für den Schützenpanzer Puma von 2 auf 3 Milliarden € erhöht werden.
Seine Mitgliedschaft beim Förderkreis Deutsches Heer veröffentlichte er nicht mit Hinweis darauf, dass er dort ehrenamtlich tätig sei und daher keine Publikationspflicht vorliege. Außerdem sei er nicht mehr im Präsidium der Lobbyorganisation. Die Internetseite führt ihn hingegen als Mitglied des Bereiches Politik im Präsidium.



